Auf der Faschingsparty: Vorsicht vor Ko-Tropfen!

KO tropfen nicht nur an Fasching Wirkung und Symptome

Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Fällen, bei denen meist Frauen zu Opfern von einer Ko-Tropfen-Attacke wurden. Leider ist gerade zur Faschingszeit besondere Vorsicht geboten. Vorsichtsmaßnahmen und Symptome. Foto: © Gerhard Seybert – Fotolia.com

Ko-Tropfen riechen nach nichts, sind fast völlig geschmacklos, aber einige wenige Tropfen hauen einem sprichwörtlich um. Alle Jahre wieder warnt die Polizei gerade in der Fastnachtszeit vor Tätern, die gerade dann zuschlagen, wenn man sich im Freudenrausch befindet. Und dies scheint auch berechtigt zu sein.

Faschingszeit ist die Zeit des unbeschwerten Feierns. Leider auch die Zeit jener Gestalten, die gerne eine Ampulle Ko-Tropfen parat haben und sich mit ein paar Tropfen dieser narkotisierenden Substanz ein williges Opfer suchen. Ein paar Ko-Tropfen ins Glas oder die Flasche gegeben, so schnell kann ein wahrer Alptraum beginnen.

Zunächst gut gelaunt schiebt man den unfreiwilligen Konsum von Ko-Tropfen vielleicht auf das eine oder andere Gläschen zu viel Alkohol. Man, besser gesagt, in den allermeisten Fällen frau, hat auf einmal schnell einen besonders anhänglichen Freund und die gute Laune ändert sich gar allzu schnell.

Sie sind geruchlos, beinahe geschmacklos und gefährlich: Ko-Tropfen. Ko-tropfen bestehen aus verschiedenen Arzneistoffen, können beispielsweise auf Ketamin, Valium oder GBL sein, eine typische und tückische Partydroge.

Gerade in der Faschingszeit sind Feiernde besonders gefährdet, denn die Täter schlagen meist auf großen Veranstaltungen zu. Sie schütten ihren Opfern die Tropfen unbemerkt ins Glas, mit dem Ziel sie willen- und wehrlos zu machen, um sie danach auszurauben oder sich an ihnen zu vergehen.

Schutz vor Ko-Tropfen

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät folgende Vorsichtsmaßnahmen, die man auch in größter Feierlaune und scheinbarer Sicherheit einhalten sollte:

– Getränke bei der Bedienung/an der Bar bestellen und persönlich entgegennehmen.

– Von keinem Unbekannten offene Getränke annehmen, sei er auch noch so charmant.

– Offene Getränke niemals aus den Augen verlieren.

– Bei Übelkeit sofort Freunden, Servicepersonal oder Sicherheitspersonal Bescheid geben.

– Freunde achten aufeinander, nicht nur ein Spruch, sondern oberstes Gebot bei großen Veranstaltungen. Dies gilt auch in Sachen Getränke des/der anderen.

– Freundinnen und Freunde kennen sich am besten. Auch wenn man denkt „oh, die/der hat aber einen schlechten Tag“ oder „das war ein Glas zu viel“: Im Ernstfall sofort ärztliche Hilfe für das Opfer organisieren, das Personal verständigen. Auf öffentlichen Plätzen eine Polizeistreife suchen.

Ko-Tropfen: Das weiß Google dazu

Panikmache, jährlich widerkehrendes Thema, ich kann schon auf mich aufpassen – Argumente, die man, natürlich auch frau gegen allzu übertriebene Vorsicht vorbringt.

Okay, schauen wir mal, was Google dazu sagt: Google ermöglicht es Unternehmen natürlich Werbung zu machen, dies Anzeigen zu schalten, die für die einen lästig sind, die anderen sie grundsätzlich ignorieren. Fakt ist: Man kann als so ein werbewilliger Agenturmensch oder Marketingverantwortlicher ein Tool nutzen. Dieses Tool gibt auf jedes Wort, das in Google eingegeben wird eine Statistik aus.

Da bekommt man beispielsweise eine 12-Monatsübersicht über den Suchbegriff „ko Tropfen kaufen“, sprich wie viele Menschen danach über die große Suchmaschine recherchieren. Fakt ist: 4.400 Mal im Schnitt wird das pro Monat gesucht! Und, um auf das Thema Faschingsparty und Ko-Tropfen zu kommen: Im Februar 2015 – also passend zur Faschingszeit – wurde 2015 die genannte Suchbegriffkombination, also Ko Tropfen kaufen mit dem höchsten Wert des Jahres gesucht: etwa 7.000 Mal.

Zur gleichen Zeit wurde 1.500 Mal, ebenfalls für 2015 der höchste Wert, nach der Wortkombination „Ko Tropfen Symptome“ gesucht. Regt irgendwie zum Nachdenken an. Und vielleicht doch zu etwas Vorsicht. Leider gibt es auch schlechte Menschen. Und die gehen nicht in die Ferien, wenn andere abfeiern wollen. In diesem Fall: Wohl eher im Gegenteil…

Polizeiliche Beratung: Opferinformationen, nicht nur nach Ko-Tropfen

KO-Tropfen zu verpassen – gleich was danach passiert – ist eine Straftat. Opfer jeglicher Gewalt können sich hier unter Opferinformationen bei der Polizeilichen Beratungsstelle erste Informationen und Ansprechpartner holen.

Nochmals: Ko-Tropfen zu verabreichen ist eine Straftat, gleich wie glimpflich oder schwerwiegend die Folgen sind. Hier rät die Polizei dringend und umgehend Anzeige zu erstatten. Auch, um weitere mögliche Opfer vor einer ähnlich schlimmen Tat zu schützen.

Quelle: Google, Polizeiliche Kriminalprävention

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