Bärlauch: Warum wir ihn öfter essen sollten und haltbar machen

Bärlauch gesund und haltbar machen

Warum ist Bärlauch eigentlich gesund und wie man ihn am besten haltbar machen kann.

Kaum ein anderes Pflänzchen im Frühjahr ist so gesund wie Bärlauch. Warum das so ist, er sogar beim Entgiften hilft und wie wir ihn ganz einfach haltbar machen können. Da die Saison leider nur von März bis in den Mai hinein dauert, jetzt noch schnell den gesund-leckeren Bärlauch haltbar machen.

Seinen Namen bekam das Zwiebelgewächs, das mit Zwiebeln, Schnitt- und Knoblauch verwandt ist, von den gleichnamigen Tieren. Bären aßen früher nach einem ausgiebigen Winterschlaf das zarte Grün, weil es sie schnell wieder fit macht. Wichtig: Bärlauch sollte möglichst roh gegessen werden, gerne auch als Pesto, das man den Nudeln kurz vor dem Servieren unterrührt. Ansonsten gehen einige der gesunden Inhaltsstoffe verloren.

Warum Bärlauch so gesund ist

Bärlauch ist gesund, da er viele wertvolle Inhaltsstoffe besitzt. Allen voran: Die Aminosäure Alliin, die nach dem Schneiden, Zerpflücken oder Kauen zu Allicin wird. Allicin wirkt nachweislich gegen schädliche Bakterien und Pilze, ist somit gut für die Verdauung und eine gesunde Darmflora und wird als natürliches Antibiotika bezeichnet. Zusammen mit dem im gesunden Bärlauch enthaltenen Vitamin C ist es zudem gut für ein intaktes Immunsystem, was es der Frühjahrserkältung deutlich schwerer macht, sich in unserem Körper einzunisten.

Aktuell gehen Forscher sogar davon aus, dass Allicin ein zukünftiges, alternatives Mittel im Kampf gegen Krebs sein könnte. In Versuchen jedenfalls hat der Stoff Tumorzellen abgetötet. Schon länger bekannt ist die Tatsache, dass das gesunde Wildgemüse dank der enthaltenen Flavonide und anderer sekundärer Pflanzenstoffe unsere Zellen schützt und Arterienverkalkung abwehrt. Selbst der Blutdruck soll durch den Genuss des gesunden Grüns gesenkt werden.

Hinzu kommt, dass Bärlauch unserem Körper bei der Entgiftung hilft. Dies geschieht nicht nur durch  die Förderung einer gesunden Darmflora, denn auch die Leber- und Gallentätigkeit wird durch Bärlauch angeregt. Viele Gründe also, warum wir Bärlauch ruhig öfter essen sollten. Und über die Saison hinaus genießen wir ihn, indem er ganz einfach haltbar gemacht wird. Bärlauch trocknen würde ich allerdings nicht, da sein typischer Geschmack und wiederum Inhaltsstoffe verloren gehen.

Bärlauch haltbar machen: Ganz einfach einfrieren

Frisch, gewaschen und trockentupfen, dann einfach sehr fein schneiden und am besten locker in eine Dose gefüllt, so lässt sich Bärlauch ganz einfach haltbar machen. Und das für Monate. Verwenden kann man dann das Kraut, indem es beispielsweise in einen Kräuterquark gegeben und beispielsweise in Suppen, Pastagerichten oder eine Gemüsepfanne ein, zwei Minuten vor dem Servieren untergerührt wird.

Bärlauch haltbar machen als würzige Bärlauchbutter

Bärlauchbutter zu Gemüse gegeben oder zu einem Steak reichen? Ein traumhafter Geschmack. Um Bärlauch als Butter mehrere Monate haltbar zu machen werden ein zwei Bund Bärlauch gewaschen, abgetrocknet, fein geschnitten und am besten mit zimmerwarmer, gesalzener Butter vermengt. Tipp: Geht ganz einfach, wenn man die Zutaten mit einer Gabel vermengt. Bärlauchbutter lässt sich dann sehr gut im Eiswürfelbereiter portionsweise einfrieren (einen mit Deckel oder in einen Gefrierbeutel stecken. Alternativ: Auf Frischhaltefolie und zu einer Wurst drehen, wovon man später Scheiben abschneiden kann. So verpackt sollte die selbstgemachte Bärlauchbutter allerdings nochmals eingepackt werden (Gefrierbeutel oder Plastikdose), sonst nimmt sie allzu schnell den Geschmack anderer Lebensmittel an.

Bärlauch mit Öl haltbar machen

Bärlauch kann wunderbar mit Öl konserviert werden. Hierfür Bärlauch mit gerade so viel neutrales Öl (Sonnenblumenöl beispielsweise) und ein, zwei Prisen Salz aufmixen, dass man sie in frisch gespülte Schraubgläser füllen kann. Die Gläser müssen allerdings steril sein, der Rand darf nicht mit der Bärlauchpaste benetzt sein. Das sorgt schnell fürs Verderben. Bis knapp unter dem Deckel mit Öl auffüllen, Deckel gut verschrauben und im Kühlschrank für einige Wochen prima zu lagern. Ganz sauber gearbeitet – oder, noch besser: eingefroren – ist der Bärlauch so Monate haltbar. Ohne Garantie, aber es ist möglich. Riechen, anschauen und eventuell probieren vor dem Verarbeiten ist da selbstredend wichtig.

Wer so Bärlauch haltbar macht, kann diesen später zu Bärlauchpesto oder andere Leckereien wie frisch geerntet verarbeiten. Angebrochene Gläser sollte man allerdings zeitnah aufbrauchen.

Optional kann man sich auch ein Bärlauchöl für das Verfeinern von Speisen ansetzen. Hierzu ½ Liter gutes Olivenöl nehmen und 2 Bund Bärlauch damit übergießen. 2 Wochen abgedeckt ziehen lassen, abseihen, fertig ist das feine Bärlauchöl.

Bärlauch mit Salz haltbar machen

Würzig-fein und sehr gut zum Aufbewahren ist ein selbstgemachtes Bärlauchsalz. Um so ein Bärlauchsalz herzustellen werden 1Teil Bärlauch mit 3 Teilen Salz mit dem Mixer oder der Küchenmaschine fein gemixt. Einige Tage auf einem Backblech an einem trockenen Ort richtig trocknen lassen und in Schraubgläser oder Ähnlichem abfüllen.

Bärlauch haltbar machen lohnt sich.

Merken

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.