Babytee im Ökotest: Bedenkliche Inhaltsstoffe, so gar nicht lecker

Babytee im Test: Zahlreiche giftige und gesundheitsschädliche Inhlatsstoffe

Babytees im Öko-Test oder was wir unseren kleinen Kindern besser nicht geben. Selbst Babytees mit der Note „gut“ enthalten Giftstoffe… Die Testergebnisse. Foto: © Steffen Sinzinger – Fotolia.com

Babytees im Ökotest – was soll schon an so einem Fencheltee- oder Kräuterteemischungen Schädliches sein? So einiges wie die Tester von Ökotest nun bemängeln. Pestizide, selbst im Biotee und bei mit „gut“ bewerteten, sowie andere Geschmacklosigkeiten, die man seinem Kind nicht geben möchte. Die Testergebnisse und was so alles ekliges in Babytees enthalten ist.

Eltern wollen nur das Beste für ihre Kleinen und zwickt es mal den Babybauch, dann gibt es natürlich keine Medikamente, sondern den bereits seit Jahrhunderten wegen seiner beruhigenden Wirkung beliebten Fencheltee. Im Handel gibt es hierfür, ganz prktisch zahlreiche Baby- und Kindertees auf Fenchelbasis.

Ökotest wollte nun wissen, was in den Fencheltees so alles enthalten ist. 18 Standard-Babytees wurden gekauft und im Labor untersucht. Durch die Bank ganz gut, so erhielten 12 Fenchel- oder Kräuterteemischungen mit Fenchel ein sehr gut bis gut, darunter auch der Instant-Babytees. Doch bereits bei den „guten“ wurde teils selbst im Bio-Babytee Pestizide.

Leider aber auch 3 ein „befriedigend“, 1 ein „ausreichend“ und 2 sogar „ungenügend“. Leider ein befriedigend? So schlecht ist das ja strenggenommen nicht, oder? Doch, wenn Pestizidrückstände in erhöhter Form – eines mit dem wahrscheinlich krebserregenden Glyphosat – gefunden werden; noch dazu im Bio-Babytee. Auch wenn bei manchen Testergebnissen von „enthaltenen Spuren“ die Rede ist…. Will man sowas in Nahrungsmitteln? Und gerade für Babys? Es sollte ein Umdenken stattfinden.

Babytee im Ökotest: Welche Babytees Schadstoffe enthalten

Zunächst die gute Nachricht: 2 Babytests bekamen von Ökotest ein „sehr gut“. Das sind der Hipp Bio-Fencheltee (reiner Fencheltee) und der Lebensbaum Babybäuchlein-Tee (Fenchel, gemischt mit anderen Kräutern) in Demeterqualität. An diesen beiden Tees gab es nichts zu beanstanden.

Bei den 10 mit „gut“ bewerteten Babytees wurden in mehreren Fällen fehlende Hinweise wie „Zahnschäden“, „frisch zubereiten“ oder „nicht nachsüßen“ unterlassen. Was allerdings wirklich kritisch ist: Im Hipp Erster Wohlfühltee, Instantgetränk wurden erhöhte Werte an Pestiziden gefunden und sogar Mineralöl, also Erdöl, und im Milupa Baby-Tee, Instantgetränk Spuren von Pyrrolizidinalkaloide. Was so kompliziert klingt, kurz PA genannt wird, das sind Wirkstoffe anderer Kräuter – die wohl mit auf dem Acker wuchsen –, die als krebserregend gelten. Ökotest kritisiert bereits geringe Spuren hiervon, da es für Pyrrolizidinalkaloide keinerlei Grenzwerte gibt.

Bei den 3 als “befriedigend“ bewerteten Babytees fand man im Labor gleich in 4 Tees ein oder mehrere Pestizide. Das sind: Dr. Kottas Bio-Baby-Tee, H&S Baby- und Kindertee „Gutes Bauchgefühl“ und Holle Bio-Kinder-Tee, Kräutermischung.

Alete Fencheltee erhielt ein „ausreichend“ mit gleich 4 nachgewiesenen Pestiziden, darunter das gängige, aber als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestufte Glyphosat. Schließlich mit „setzen 6“ bewertet wurde Babylove Bio Fenchel-Babytee mit eine Pestizid und stark erhöhtem Inhalt von Pyrrolizidinalkaloide und Tee Fee Natursüßer Kindertee Kräutertee mit Fenchel. Auch hier: Stark erhöhte Pyrrolizidinalkaloide-Werte. Zudem fehlten hier die genannten Hinweise und es wurden zu Süße Steviablätter verwendet.

Besonders verwunderlich für den Konsumenten ist sicherlich: Bio enthält Pestizide und dass aufgrund mancher Testergebnisse noch ein „gut“ oder „befriedigend gegeben wurde. Selbst „ausreichend“ scheint irgendwie nicht die richtige Formulierung, wenn es um gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe geht. Gerade für Produkte für Babys und Kleinkinder, eben wie diese Baby- und Kindertees. Mehr zu dem Test von Babytees und die weiteren Tests in der aktuellen Ausgabe gibt es hier.

Die Alternative: Babytee selber machen

Wem das Wohl seines Kindes wichtig ist und nicht immer auf die Industrie vertrauen will: Fenchelsamen kaufen oder ganz einfach selbst anbauen, einen Teelöffel hiervon mit 200 ml Wasser überbrühen, abdecken (wegen der ätherischen Öle) und 5 – 10 Minuten ziehen lassen. Fertig ist der gute Babytee. Tipp: Fenchelsamen vorher andrücken, denn so lösen sich die wirkungsvollen ätherischen Öle besser. Nebenbei: Billiger ist das auch noch…

Foto: © Steffen Sinzinger – Fotolia.com

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