Hausnotruf: Auf Nummer sicher gehen im Fall der Fälle

Hausnotruf mit Notrufknopf gibt Senioren Sicherheit

Nicht gerade beliebt, aber im Fall der Fälle auch mal ein Retter aus der Not oder gar mehr. Der moderne Hausnotruf bietet Sicherheit und weitere Vorteile. In der Regel kann über eine Telefon unabhängige Feststation wie ein dezentes Armband schnelle Hilfe gerufen werden. Foto: © Gina Sanders – Fotolia.com

Bereits in den 1980er Jahren wurde der Hausnotruf erfunden und eingeführt. Heute können diese Notrufgeräte ganz schön viel und sorgen für minutenschnelle Hilfe, wenn sie einmal nötig ist. Dabei muss es nicht gleich das ganz große Drama sein, denn die Notrufspezialisten schicken auch bei einem kleinen Schwächeanfall schnelle Hilfe. Leider ist die Akzeptanz und Verbreitung nicht sonderlich hoch. Dabei gibt so ein Hausnotrufsystem älteren Menschen sehr viel Sicherheit, wie eine Studie der Universität Frankfurt ergab. Was die modernen Geräte heute alles können. Ein Überblick.

Der heutige Hausnotruf ist einfach zu bedienen. Die meisten Anbieter offerieren ein Festgerät und ein kleines Armband mit einem Drücker, das lediglich so groß wie eine Armbanduhr ist. Beide Bestandteile eines Hausnotrufs verbinden den Besitzer so eines Systems mit einer Notfallzentrale, die im Fall der Fälle schnell und kompetent Hilfe herbeiruft.

Die Vorteile eines Hausnotruf-Telefons

Der Notruf der Senioren wird über das Mobilfunknetz abgesetzt, damit ist man unabhängig vom Festnetzanschluss, kann das Gerät strenggenommen sogar mit auf den Campingplatz oder in den Schrebergarten mitgenommen werden. Mehr noch: Es werden ganz bestimmte Frequenzen für den speziellen Hausnotruf freigehalten, sodass man in einer Notlage stets schnelle Hilfe bekommt. Einzige Voraussetzung: Ein Stromanschluss.

Der Notrufknopf am kleinen Gerät oder dem Handgelenk verbindet mit einem Klick direkt mit kompetenten Fachleuten und das Hausnotrufsystem überwacht sich sozusagen selbst. Man muss keine Sorge haben, dass plötzlich der Akku leer ist. Dies meldet der Notfallhelfer mit einem akustischen Signal. Selbst Fehlfunktionen meldet das System, dann direkt an die Notfallzentrale und ist man mit seinem Handgelenksdrücker zu weit von der empfangsbereiten Basisstation entfernt, gibt das System Bescheid oder wird das Signal automatisch verstärkt.

Über den Hausnotruf kann der Teilnehmer übrigens nicht nur den Rettungsdienst oder Notarzt rufen. Die Mitarbeiter am anderen Ende rufen auch gerne bei den Nachbarn, Verwandten oder dem Pflegedienst an. Ganz nach Wunsch und Art der nötigen Hilfeleistung.

Hausnotruf-System: Mehr als nur ein Notrufknopf für Senioren

Hausnotruf-Systeme können heute weitaus mehr, als nur jemanden alarmieren. Sie können beispielsweise auch mit einem Rauchmelder gekoppelt werden. Mehr als praktisch – wie vom Hausnotruf-Spezialisten ROYAL Versicherungsdienst GmbH angeboten – ist die Verbindung des Hausnotrufs mit einer fest am Haus montierten Schlüsselbox. In dieser Schlüsselbox kann man mit einem PIN-Code gesichert den Hausschlüssel diebstahlsicher verstauen. Ideal für den Rettungsdienst oder andere herbeigerufene Helfer, die ausschließlich von der Notfallzentrale den geheimen Code erhalten.

Studie zu Hausnotruf & Co. der Uni Frankfurt: „Man fühlt sich sicherer“

In Rahmen einer Untersuchung der Universität Frankfurt, dem „Feldtest Altersgerechte Assistenzsysteme in der Wohnungswirtschaft“, wurden 56 älteren Bewohnern der Stadt Frankfurt, zwischen 57 und 92 Jahren – Schnitt lag bei 78,3 Jahre – Hausnotruf-Systeme installiert.

Wie so viele, so waren auch hier die älteren Herrschaften anfangs ziemlich skeptisch. Dies änderte sich allerdings nach einer Befragung nach sechs Monaten mit Hausnotruf in den eigenen vier Wänden.

„Ich fühle mich unabhängiger“ gaben 57,7 Prozent der Tester nach 6 Monaten an. Und nach 12 Monaten waren 90,6 Prozent der Teilnehmer dieser Meinung. In Fragen der Sicherheit – auch für die besorgten Angehörigen – war man von Anfang an zwar positiver eingestellt, aber nicht durch die Bank. Dieses Sicherheitsgefühl erhöhte sich nach sechs Monaten auf 73,1 Prozent, stieg nach weiteren sechs Monaten sogar auf 84,4 Prozent. Die auch hier zunächst vorherrschende Skepsis war verschwunden.

Hausnotruf: Warum er so sinnvoll ist

Es gibt viele Gründe, gerade im Alter so ein Hausnotruf-System zu installieren. Und gleich, ob man alleine wohnt im Alter, noch mehr oder minder fit ist oder mit dem gleichaltrigen Partner. Denn selbst wenn man mit dem Partner zusammenwohnt, auch und gerade da kann etwas passieren. Und dann steht der andere verzweifelt und hilflos da. Einer von vielen Fällen, die ich persönlich bei Verwandten erlebte. Eine kleine, zierliche Frau nicht mehr ganz fit und mit Pflegestufe II. Der Mann, Diabetiker, erleidet eins Tages einen Zuckerschock. Da hätte ein Hausnotruf-System schnell und sicher gegriffen. Vor allem hätte der einfache Knopfdruck auf das Assistenzsystem viel mehr Sicherheit verliehen, als der Griff zum Telefonhörer, bei dem frau noch dazu den bewusstlosen Ehemann alleine im Raum lassen musste. Tipp: Selbst wer bei pflegenden Angehörigen wohnt, kann durchaus von dem Hausnotruf profitieren. Schließlich ist die liebe Familie nicht immer da und wer ist letztlich schon mit der Notfallmedizin vertraut.

Andere Fälle, die auch dramatischer endeten, kenne ich aus 15-jähriger Tätigkeit im Rettungsdienst. Aus Erfahrung weiß ich: Ein Hausnotruf kann durchaus Leben retten.

Die Überwindung mag schwer sein, das Abwiegeln mit Argumenten „mir geht es doch gut“ oder „ich/wir kommen zurecht“. Aber wie heißt es so schön: „Vorsorgen ist besser als nachsorgen“.

Hausnotruf-Kosten

Die Hausnotruf-Kosten sind überschaubar. Bei dem auf die Vorsorge und Absicherung von Senioren spezialisierten ROYAL Versicherungsdienst gibt es diesen Service für 25 Euro im Monat. Tipp für alle Notruf-Interessierten mit Pflegestufe: Die Pflegeversicherungen übernehmen den überwiegenden Teil der anfallenden Kosten! Und der lästige Papierkram wird gerne vom Dienstleister übernommen. Mehr Informationen online unter: Hausnotruf des ROYAL Versicherungsdienst.

Quelle: Frankfurt-University.de, ROYAL Versicherungsdienst

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