7 Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit: So werden wir schnell wieder fit

Frühjahrsmüdigkeit Symptome und was dagegen tun

Morgens fällt das Aufstehen so schwer und man könnte manchmal im Stehen einschlafen. Gegen Ende des Winters ist die Frühjahrsmüdigkeit oftmals der Grund. Ursachen, Symptome und was dagegen hilft. Foto: © Antonioguillem – Fotolia.com

70 Prozent der Deutschen soll sie alljährlich erwischen, die Frühjahrsmüdigkeit. Morgens nicht aus dem Bett kommen, dauermüde und im schlimmsten Fall Schwindel und miese Laune. Woher der lästige Allgemeinzustand kommt und wie wir ihm den Kampf ansagen.

Zwar ist es in unserem heutigen Alltag nicht vorgesehen, aber irgendwie reagieren viele Menschen in unseren Breitengraden auf die kalte und dunkle Jahreszeit wie zahlreiche Vertreter des Tierreichs: Wir sind in einer Art Winterruhe, in der unser Körper auf Sparflamme schaltet.

Verantwortlich hierfür ist das Schlafhormon Melatonin, welches unser Körper immer dann ausschüttet, wenn es wenig oder kein Sonnenlicht gibt. Was unter dem Jahr einfach nur unseren Schlafrhythmus bestimmt, ist in der Winterzeit bis ins Frühjahr hinein der Grund, warum viele auch tagsüber sich am liebsten mit dem Kopf auf den Schreibtisch legen würden für ein ausgedehntes Nickerchen. Wir haben zu viel Melatonin im Blut und könnten dauernd schlafen. Doch gegen die Frühjahrsmüdigkeit und ihre Symptome können wir was machen.

Frühjahrsmüdigkeit: Sonne hilft

Die Vögel zwitschern, die Natur erwacht und endlich kommt auch mal die Sonne wieder raus. Mit dem beginnenden Frühjahr heißt es rausgehen und das Tageslicht genießen. Selbst wer nur für eine halbe Stunde in der Mittagspause rausgeht und das ein paar Mal in der Woche – vielleicht auch mal am Wochenende – und das Tageslicht genießt, hilft sich selbst schon viel, im Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Dabei sollte die Sonnenbrille allerdings tabu sein, denn sonst wird die anregende Wirkung des Sonnenlichts geschmälert. Und anstatt nur in der Sonne zu sitzen, sich etwas bewegen, wer kann und mag auch Sport treiben, das bringt den Kreislauf in Schwung und man bekommt eine ordentliche Portion Sauerstoff ab.

Neben der Bildung des Gute-Laune-Hormons Vitamin D durch die Sonne, bilden wir so auch das Hormon Serotonin, das als Wohlfühl- und Aktivitätshormon bekannt ist. Ergebnis nach einiger Zeit: Die Frühjahrsmüdigkeit und die Murmeltierstimmung verfliegt allmählich.

Frisch auf den Tisch: Heimisches Obst und Gemüse

Ein Mangel an Vitaminen und Mineralien kann den Körper auf Dauer auch ermüden lassen. Ob man jetzt Obst- und Gemüsemuffel ist oder nicht – gerade im Winter ist es für manche ein bisschen schwieriger, sich mit der Veggie-Power ausreichend zu versorgen. Dabei gibt es auch jetzt genügend Obst und Gemüse, um sich mit ausreichend gesunden Inhaltsstoffen, die den Körper in Schwung bringen, zu versorgen.

Damit ist aber eher weniger saft- und kraftloses Treibhausgemüse aus Spanien oder den Niederlanden gemeint. Vielmehr Heimisches, das jetzt noch geerntet wird oder gut lagerbar ist. Darunter sind allerlei Wurzelgemüsesorten zu finden, von der Karotte über Rote Bete, die zur verkannten Pastinake. Dann sind die üblichen Wintersalate wie Feldsalat, der seltenere Zuckerhut, Radicchio und Chicorée gute Fitmacher, die helfen die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben. Kohl, Lauch und Kürbis ergänzen den gesunden Speiseplan und selbst die Kartoffel liefert Vitamine wie das Vitamin C.

Auch Obst hilft im ausgehenden Winter, die Frühjahrslethargie zu vertreiben. Darunter ist der Apfel der heimische Star, den man als gesunden Direktsaft auch in einer Saftschorle trinken kann. Wer möchte kann auch auf gefrorenes Obst zurückgreifen. Das hat meist mehr Vitamine und gesunde Inhaltsstoffe wie im Winter weitgereistes Obst. Abends aufgetaut und morgens in ein stärkendes Müsli oder den Smoothie macht fit und liefert Energie.

Fett und scharf vertreibt die Mattigkeit

Ab und an etwas Scharfes essen bringt den Kreislauf gerade im Frühjahr in Schwung. Hier mal etwas Chili, Rettich oder Ingwer im Essen ist hilfreich im Kampf mit der Müdigkeit.

Ein paar Winterpfunde angesetzt und daher Fett meiden? Nicht, wenn es um Omega-3-Fettsäuren geht. Diese wertvollen Fettsäuren sind quasi ein Motor für ein leistungsfähiges Gehirn und sollten daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Forscher der Universität Harvard haben zudem belegt, dass ausreichend Omega-3-Fettsäuren die Stimmung heben. Und die ist ja in Kombination mit der Frühjahrsmüdigkeit und der ständigen Dunkelheit des Winters bei vielen zum Jahresbeginn auf einem Tiefpunkt.

Besonders viel Omega-3-Fettsäuren enthalten Meeresfisch, Walnüsse und das entsprechende Öl, sowie Hanföl und Leinöl.

Tryptophan: Der Botenstoff der glücklich macht

Tryptophan ist ein Botenstoff, den unser Körper zu dem Wohlfühlhormon Serotonin umbaut. Diesen Inhaltsstoff liefern Walnüsse, Fisch, Eier, Haselnüsse oder Kürbiskerne sowie getrocknete Datteln oder Bananen, wenn es kein heimisches Lebensmittel sein darf.

Trinken nicht vergessen

Im Sommer sprudelt das Wasser nur so ins Glas, aber in der kalten Jahreszeit mag sich der Durst nicht so einstellen? Schlecht, denn auch Wasser ist ein Antriebsmittel für unseren Körper und, auch wenn der Durst in der kalten Jahreszeit nicht so ausgeprägt ist, trinken ist trotzdem nötig, um den Körper anzukurbeln.

Kältereize setzen: Die gute alte Wechseldusche

Schlaftrunken morgens ins Bad gewankt und erstmal die warme Dusche genießen? Ja gerne, aber um die Frühjahrsmüdigkeit zu besiegen ist es hilfreich, sich ab und an mit einer Wechseldusche zu „quälen“. So wird erstmal warm geduscht und dann das Wasser auf ein gerade erträgliches Maß kälter gestellt und zunächst darf das rechte Bein, dann das linke und schließlich zumindest die Arme (erst rechts, dann links) eine kalte Dusche bekommen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den Schockeffekt und der Körper dankt es einem mit mehr Fitness.

Dies, die Vitamine und Fettsäuren und die Bewegung an der frischen Luft stärken übrigens auch noch das Immunsystem. Ständig erkältet sind dann die anderen.

Wenn die Müdigkeit ruft: Öfter mal ein Nickerchen

Wenn man die Frühjahrsmüdigkeit allzu sehr ruft, dann sollte man sich wenn irgendwie möglich auch mal ein Nickerchen gönnen. Unser Körper ist ursprünglich eh nicht darauf eingestellt, den ganzen Tag wach zu bleiben und dann die ganze Müdigkeit in der Nacht abzubauen. Das Nickerchen sollte aber nie länger als 30 Minuten sein, denn danach fällt man in die Tiefschlafphase.

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