Umwelt- und Klimaschutz „To-Go“: 10 einfache Maßnahmen die sofort etwas bewirken

Umweltschutz und Klimaschutz jeder kann etwas tun 1

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Die Kids gehen für das Klima bei „Fridays for Future“ auf die Straße, die Volksparteien sollen bei der Europawahl abgestraft worden sein, weil sie nichts für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz tun. Na gut, dann machen wir das eben selbst! Einfach, schnell und effektiv.

1.      Das Mamataxi war gestern

Umweltschutz und Klimaschutz jeder kann etwas tun Stichwort Mamataxi und Helikoptereltern

Vor Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen – überall das gleiche Bild: Morgens und Mittags herrscht Verkehrschaos und Kinder, die es tatsächlich alleine zu Fuß oder mit dem Rad in die Bildungseinrichtung schaffen, sehen sich einem Slalomlauf zwischen kreuz und quer parkenden Muttis ausgesetzt, die so wirken, also ob sie das Kind am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren möchten.

Kinder haben von Geburt an Füße, die sie recht schnell lernen zu gebrauchen. Laufen und fahrradfahren ist zudem gut für die körperliche und geistige Gesundheit. Und dann gibt es ja auch noch Busse. Und das Argument, dass der Straßenverkehr immer gefährlicher wird, ist keines. Zumindest ist es laut Unfallstatistik nicht belegt, dass mehr Kinder auf Deutschlands Straßen verletzt werden. Im Gegenteil. In den letzten 20 Jahren haben sich die Unfallzahlen mit Kindesbeteiligung fast halbiert. Die größte Gefahr scheint hier eher von hektischen Müttern auszugehen, die die Kinder in die Schule fahren…

Übrigens: Klimaschutz und Umweltbewußtsein kann man vorleben. Das Mamataxi ist da alles andere als vorbildlich.

2.      Regional, saisonal und frisch einkaufen

Umweltschutz und Klimaschutz heißt regional, saisonal und frisch einkaufen

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Himbeeren, Tomaten und allerlei anderes Grünzeug ist praktisch das ganze Jahr erhältlich. Wo die meist geschmacklosen Produkte außerhalb der heimischen Saison herkommen, das interessiert kaum jemanden. Man muss hier jetzt nicht gleich päpstlicher als der Papst werden, aber hier auch mal Verzicht zu üben, bewirkt jede Menge in Sachen hauseigenem Klimaschutz.

Unser Lebensmittelkonsum ist immerhin für ein Drittel der von uns ausgestoßenen Treibhausgase zuständig. Aber das gilt auch wieder im Schnitt. Wen die Herkunft der Lebensmittel so gar nicht interessiert, der liegt da sicher schlechter.

Eine höhere Belastung fängt beim Anbau in beheizten Gewächshäusern an, geht über die Logistik aus fernen Ländern, eine hierbei nötige Kühlkette und teils illegal gebohrte Brunnen in Anbauländern (z. B. Spanien), die ganze Ökosysteme gefährden und für Menschen das Wasser knapp machen. So etwa die Überwinterungsplätze unserer heimischen Vogelwelt auf der iberischen Halbinsel. Nicht zuletzt haben es die Anbauer vor Ort auch nicht so mit der korrekten Entsorgung des regelmäßig entstehenden Plastikmülls der Gewächshaushüllen.

Getoppt wird das Ganze noch von Flug-Lebensmitteln. Entweder sind es leicht verderbliche Waren wie Mango und Co., Produkte, die nur in fernen Ländern wachsen oder zu Unzeiten (was die Saison angeht) woanders angebaut und von uns gekauft werden. Hier seien beispielhaft Bohnen aus Kenia genannt, die frisch im Winter in der Gemüseabteilung liegen und eine 3-fach so schlechte Klimabilanz wie Geflügel oder Schweinefleisch aufweisen.

Auch Frisches ist Tiefkühlkost und Fertigprodukten vorzuziehen. Es ist zwar noch besser, im Winter auf TK-Gemüse, das immer zeitnah verarbeitet wird, zu essen, statt Weitgereistes, doch durch die nötige Kühlkette weit unter dem Gefrierpunkt wird das Klima weitaus mehr belastet, als bei frischen Produkten. Beispiel: Tiefkühlpommes belasten das Klima 50 % mehr, als viel gescholtenes Schweine- und Gefügelfleisch. Ein Kilo Kartoffelpüree ist übrigens gleich klimabelastend wie genanntes Fleisch.

Klimabelastung einzelner Lebensmittel

  • Info: Die Klimabelastung von Lebensmitteln wird in CO₂-Äquivalenten, kurz CO₂e, ausgedrückt. Je höher die Belastung etwa durch beheizte Treibhäuser, Transport, Methanausstoß (Kühe) oder Mastfutter ist, desto schädlicher ist ein Produkt für das Klima. Beispiele:
  • Schwein und Geflügel stößt pro Kilogramm durchschnittlich 3,4 Kg CO₂e aus.
  • Schokolade ist bei 3,5 Kg CO₂
  • Tiefkühl-Pommes Frites liegen bei 5,7 CO₂ Im Vergleich hierzu liegt das Kilo frische Kartoffeln (heimisch) bei 140 – 200 gr. CO₂e.
  • Käse liegt bei 8,5 Kg CO₂e (das liegt an der viel benötigten Milch; 1 Kg Käse benötigt etwa 740 L Milch)
  • Rindfleisch kommt auf 13,3 Kg CO₂e (sehr viele Unterschiede gibt es hier, die von heimischer Weidehaltung zu Flächen in Südamerika reichen, für die vorher vielleicht auch noch Regenwald gerodet wurde; Unterschiede machen beim Fleisch zudem: Weide und heimisches Futter oder Soja-Kraftfutter vom anderen Ende der Welt).
  • Butter: Fast 24 Kg CO₂e (wobei man bei der Butter sagen muss, dass man sie ja nicht kiloweise isst).

Und noch eine Zahl: Die genannten eingeflogene Bohnen aus Kenia belasten mit über 12 Kg CO₂e das Klima 48 x mehr, als die heimische Freilandbohne in der Sommersaison und beinahe identisch so stark, wie das viel gescholtene Rindfleisch.

Wer dann noch die Produkte wenig bis gar nicht verpackt kauft, tut dem Klima auch sehr viel Gutes.

3.      Weniger Verpackung und dann die richtige

Umweltschutz, Klimaschutz und Verpackungsmüllmüll

Es wird viel diskutiert über unsere Müllberge, insbesondere den Plastikmüll, auch, weil er zu Unmengen in den Weltmeeren herumschwimmt. Jetzt landet in Deutschland vielleicht weniger Plastikmüll im Meer, auch ist die Recyclingquote hierzulande sehr hoch, dennoch: Wer Müll erst gar nicht reduziert, hilft auch dem Klima- und Umweltschutz.

Übrigens: Wir Deutschen sind Europameister in Sachen Verpackungsmüll. Der EU-Schnitt liegt bei etwas über 160 Kilogramm pro Jahr und Kopf, was schon jede Menge ist. In Deutschland toppen wir das mit 220 Kilo. 47 % dieses Mülls produzieren wir im Privathaushalt. Der Rest entfällt auf Handel, Industrie, etc.

Getränke & Flüssigkeiten

Nicht unbedingt zu erwarten ist die Tatsache, dass regional abgefüllte PET-Getränkeflaschen (15 x wiederbefüllbar) in der Ökobilanz laut Bundeszentrum für Ernährung eine bessere Bilanz aufweist, als weitgereiste Glasflaschen (25 x wiederbefüllbar). Hier liegt es schlicht am Gewicht der Behältnisse.

Schlechter schneiden hier Einweg-Glas- und Plastikflaschen ab. Etwa gleichgut wie Mehrwegsysteme in Sachen Umweltbelastung schneiden übrigens Verbundkartons, besser bekannt als Tetra-Paks ab. Der geringe Materialeinsatz von etwa 30 Gramm pro Liter Flüssigkeit und die damit geringere Belastung bei der Logistik machen das Tetra Pak zur vergleichbar umweltfreundlichen Alternative.

  • Tipp: Ob Glas oder Mehrweg-PET: Regionale Produkte wie Wasser, Säfte, alkoholische Getränke sind anderen in Sachen Klimabilanz vorzuziehen. Wenn z. B. Joghurt oder Milch in Mehrweg-Glasbehältnissen aus der Region stammen, dann ist das auch gut. Achtet man hier nicht auf die Herkunft ist der Kunststoffbecher – alle Materialien dann sauber trennen und recyceln – wieder der Bessere.

Der Anteil an Mehrwegflaschen lag 2016 mit 44 % auf einem neuen Tiefststand. Irgendwie paradox, wenn mehr und mehr über Klimaschutz und Plastikmüll diskutiert wird…

Idealerweise: Unverpackt

Weiter geht es bei den ganzen eingepackten und eingeschweißten Lebensmitteln im Supermarkt, den unzähligen Einmaltüten in der Obst- und Gemüseabteilung. Und je komplizierter und größer Lebensmittelhersteller immer kleinere Lebensmitteleinheiten verpacken, desto mehr Müll entsteht.

Der erste Schritt ist natürlich, selbst darauf zu achten, dass man Produkte mit möglichst wenig Umverpackung kauft. Idealerweise: Unverpacktes kaufen. Gemüsebeutel nutzen oder Stofftaschen, selbst Plastikdosen werden an mehr und mehr Metzgerstheken mittlerweile akzeptiert.

Dann gibt es für viele Kosmetika und Haushaltsreiniger Nachfüllpacks, die deutlich weniger Müll produzieren, als neue Shampoo-, Duschgel- oder Putzmittelflaschen.

  • Info: Laut Umweltbundesamt landete 2016 die unglaubliche Menge von 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll im Abfall.
  • Über 3 Mio to waren hierbei Plastik,
  • 8,1 Mio to übrigens Papier und Pappe. Letzteres soll viel mit dem Onlinehandel zu tun haben.
  • Die Recyclingquote von Wertstoffen liegt laut obiger Quelle bei 70 %. Was nicht recycelt wird, wird verbrannt.
  • Oder: Ins Ausland verschifft. Geht es nach dem „Plastikatlas 2019“, dann ist die Recyclingquote von Plastik tatsächlich nur bei 15,6 %. Viel Plastikmüll wurde in der Vergangenheit nach China verschifft. Andere Ziele sind z. B. illegale Deponien in Malaysia. Der ins Ausland transpirtierte Müll taucht in keiner offiziellen Statistik auf.

4.      Indoor und hausgemacht ist das neue „To-Go“

Umweltschutz, Klimaschutz und Verpackungsmüll

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In der Stadt scheint es nach wie vor zum guten Ton zu gehören, hektisch mit dem Einmalbecher, gefüllt mit Kaffee, Matcha und Co. in den Arbeitstag zu starten. Was spricht hier eigentlich gegen den Mehrwegbecher, den sogar die Kaffeeausschenker mittlerweile vielerorts anbieten? Oder sich das leckere Heißgetränk in ein Mehrwegbehältnis zuhause abzufüllen?

Weiter geht es mit den ganzen, eingeschweißten Fertigmahlzeiten, die man sich in der Mittagspause erwärmt, die Tüten, Beutel und andere Einmalverpackungen, die man beim Bäcker, Metzger, Supermarkt und sonstwo für das schnelle Frühstück, die Mittags- oder Zwischenmahlzeit miterwirbt?

Auch hierbei entsteht jede Menge (Plastik-)Müll, der durch das Speisen vor Ort (Bäcker, Metzger, Imbiss, Bistro oder Café mit Mehrweggeschirr) oder bei Mitnahme von Mehrwegbehältnissen und zuhause zubereiteten Speisen erst gar nicht entstehen würde.

5.      Weniger Tierisches aus guter Quelle

Umweltschutz und Klimaschutz: Klimasünder unter den Lebensmitteln

Fleisch ist nicht gleich Fleisch und dass davon zu viel konsumiert wird… Beides weiß eigentlich jeder. Fleisch, belastet natürlich auch das Klima, gerade das Rind. Alleine schon, weil die Kuh bei der Verdauungsarbeit Methan ausstößt. Und Methan ist leider ein Vielfaches schädlicher für das Klima, als Kohlendioxid.

Regionale Herkunft kann hier genauso die Klimabilanz reduzieren, wie die richtige Qualität. „Richtig“ heißt etwa der Verzicht auf Kraftfutter wie Soja. Bioqualität reduziert die Belastung des Klimas um weitere Prozentpunkte. Der Verzicht auf das eine oder andere Stück Fleisch – und in Kombination mit den anderen Tipps – reduziert die individuelle Klimabelastung natürlich auch.

6.      Klimaschutz und Konsum

Umweltschutz und Klimaschutz und Konsum

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Das neueste Handy, schon wieder ein neuer, größerer Fernseher, so viel in den Modegeschäften shoppen, dass man fast die Taschen nicht mehr tragen kann… Weniger ist mehr, denn letztendlich belastet die Herstellung, der Anbau oder der Rohstoffabbau von Produkten für Konsumgüter Umwelt und Klima.

Bei Stoffen setzt man auf Bio-Produkte, da ihre Produktion umweltfreundlicher ist.

7.      Torffrei ist Klimaschutz

Umweltschutz und Klimaschutz und torffreie Erde

Laut Nabu sollen jährlich über 3 Millionen Kubikmeter torfhaltige Erde von Hobbygärtnern die Baumärkte verlassen. Wobei „torfhaltig“ nicht ganz richtig ist, denn die Erden bestehen aus über 90 Prozent Torf.

Moore, aus denen der Torf gewonnen wird, machen zwar lediglich 3 Prozent der Erdoberfläche aus. Doch sie sind ein besonders guter Kohlenstoffspeicher und lagern 30 Prozent des weltweit vorhandenen Gases ein.

Moore zu erhalten ist also aktiver Klimaschutz. Mal ganz abgesehen von den vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten, die sich auf Moorlandschaften spezialisiert haben.

Tipps in Sachen Torf & Blumenerde:

  • Es gibt torffreie Alternativen. Wenn möglich kommen sie ohne Kokosfasern aus, die durch ihren Transportweg um die halbe Welt auch das Klima belasten.
  • Stichwort Pflanztopf und Balkonkasten. Wuchsen einjährige Pflanzen darin, dann muss nicht immer die komplette alte Erde entfernt werden. Man kann sie mit Naturdünger wie Urgesteinsmehl wieder aufbessern, auch etwas Gartenkompost unterarbeiten verbessert die Struktur und den Nährstoffgehalt. Zudem: Regelmäßig, am besten mit Bio-Flüssigdünger, düngen.
  • Oder: Erde nur teilweise entfernen und mit Kompost und/oder etwas neuer, möglichst torffreier Erde auffüllen.
  • Torffreie Erden gibt es heute leider noch in ganz unterschiedlichen Qualitäten. Da muss man sich einfach mal durchprobieren.
  • Apropos Gärtnern: Jeder kann sich und selbst auf dem Balkon etwas Gemüse anbauen. Das kommt dann frisch auf den Teller mit praktisch keiner Belastung für die Umwelt.
  • Dann noch ein paar Blümchen mit offenen Blüten dazwischen setzen für die Honig- und Nektarsammler. Und auch hier hat man etwas Gutes getan.

8.      Aluminiumfolie: Kritisch für Umwelt und Gesundheit

Umweltschutz und Klimaschutz und Verzicht auf Alufolie

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Aluminium wird aus dem Erz von Bauxit gewonnen. Um den begehrten Stoff zu gewinnen wird unter anderem mit Natronlauge, Blei und Quecksilber gearbeitet. Nach sehr energieintensiven Herstellungsverfahren bleibt ein hochtoxischer, Rotschlamm genannter flüssiger Abfall übrig. Eine Tonne Aluminium hätte 6 Tonnen dieses Sondermülls zur Folge. Dieser sorgte bei einem Dammbruch im Jahre 2010 in Ungarn für die Verseuchung eines großen Gebietes. In den Hauptabbauländern müssen auch Ur- und Regenwälder weichen.

Während wir alle Haushaltsgeräte stolz und wegen ein paar Watt Strom vom Standy-By wegnehmen… Für ein Kilo Aluminium (etwa 6 Rollen Alufolie à 10 m), werden in der Produktion 13 – 16 Kilowattstunden (kWh) Energie benötigt. So gar nicht gut in Sachen Klimaschutz. Bei Verpackungen macht Aluminium etwa 9 Prozent der Gesamtmenge aus.

Leider hat die Alufolie negative Gesundheitseffekte. Blutarmut und Demineralisierung der Knochen können bei der Aufnahme von hohen Mengen Aluminium vorkommen. Der Verdacht, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Nutzung von aluminiumhaltigen Deos gilt mittlerweile als erwiesen.

Zwar ist Aluminium ein in der Natur häufig vorkommender Stoff, den wir regelmäßig mit der Nahrung auch aufnehmen und den der Mensch zu 99 Prozent wieder ausscheidet, doch: Partikel der Aluminiumfolie können sich lösen, wenn sie mit Saurem, Salzigem und Basischem (Lauge auf Laugengebäck) in Kontakt kommen. Damit setzt sich der Alufoliennutzer einer höheren Aufnahme aus.

9.      Wäsche waschen

Umwelt und Klima schonen beim Wäschewaschen

Ja, auch beim Wäschewaschen kann man viel für die Umwelt und den Klimaschutz Klima machen. Mit den richtigen Tricks wird weniger Energie verbraucht und wer bei der Verwendung der Waschmittel auf die richtigen Mittel setzt, kann sehr viel bewirken.

Ausführliche Tipps hierzu gibt der Beitrag Wäsche waschen: Blitzblank und Umwelt geschont.

10. Lebensmittelmüll: Schlecht für Klimaschutz

Umweltschutz und Klimaschutz und LEbensmittelmüll

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Vegan, vegetarisch, Flexitarier, Klimatarier oder ganz bewusst „Normalesser“, der auf Qualität und Ausgewogenheit achtet – es ist fast egal welche Ernährungsphilosophie man vertritt und wie man im Alltag das Klima versucht zu schonen. Wenn zu viele essbare Lebensmittel weggeworfen werden, dann ist dies nicht nur eine Verschwendung, sondern auch schlecht in Sachen Klimaschutz.

11 Millionen Tonnen Lebensmittel in einem Wert von 24 Milliarden Euro landen in Deutschland nicht in den Mägen der Verbraucher, sondern im Müll. Das fängt auf dem Acker an, auf dem ganze Erträge einfach untergezackert werden, weil sie für den Handel nicht hübsch genug aussehen, geht über den Handel, der Unschönes aussortiert, über die Industrie, die bei der Verarbeitung nur das Beste verwendet, über die Gastronomie und die Privathaushalte.

Unvorstellbare 440.000 Sattelschlepper voll an Lebensmitteln sollen es sein, die wir jährlich wegwerfen. Das wäre ein Dauerstau von Oslo bis nach Lissabon.

Im Schnitt landet ein Drittel der jemals produzierten Lebensmittel im Müll. Auch und gerade zuhause landet viel im Abfall. Pro Person sind das Waren im Wert von 235 Euro und pro 2-Personen-Haushalt sollen laut einer groß angelegten GfK-Studie 109 Kilo essbare Lebensmittel jährlich weggeworfen werden.

Es wird zu viel eingekauft und dann, selbst wenn nicht verdorben, weggeworfen. Grund: Das Mindesthaltbarkeitsdatum, das kein Verfallsdatum ist, sondern nur ein Richtwert wurde überschritten. Zudem landen Essensreste im Müll und Vieles, was nicht mehr ganz so gut aussieht.

Tipps wie Lebensmittel im Kühlschrank richtig gelagert werden, gibt die Seite Nachhaltiger Warenkorb und wie man Reste gut verarbeiten kann, verrät die Beste Reste-App.

Selbst entscheiden etwas für das Klima und die Umwelt tun? Mit diesen Tipps kann jeder etwas bewegen.

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