Norovirus: Diesen Winter besonders schlimm & was Beschwerden lindert

Norovirus: Infos zu Ansteckung, Symptome, Inkubationszeit und wirksame Hausmittel.

Der Norovirus erwischt jedes Jahr Tausende von Menschen alleine in Deutschland, Dunkelziffer unbekannt. Woran man erkennt, dass man sich den Virus eingefangen hat und Hausmittel, die die Beschwerden lindern. Foto: © Voyagerix – Fotolia.com.

Der Norovirus soll dieses Jahr besonders früh und häufig zu Erkrankungen führen. Wie die FAZ schreibt, liegt dies wohl an einem neuen Virustyp. Die Erkrankungen verstärkt zwischen November und März auf. Ältere Menschen und Kleinkinder sind besonders gefährdet. Symptome, Ansteckung, Inkubationszeit und Maßnahmen.

Zwar spricht man immer von dem Norovirus, tatsächlich gibt es aber verschiedene Viren, die die meist plötzlich auftretenden Symptome der Magen-Darm-Grippe wie starker Durchfall mit Bauchkrämpfen und Erbrechen auslösen. Laut FAZ soll diesen Winter ein neuer Virus sein Unwesen treiben, was bis dato für besonders viele Erkrankungen gesorgt habe.

Selten müssen Menschen mit einer Norovirus-Erkrankung in ein Krankenhaus. Bei sehr schlimmen Verläufen wie sie Kleinkinder und ältere Menschen erleben, kann dies aber doch nötig sein. In Krankenhäusern, anderen medizinischen Einrichtungen und überall dort, wo viele Menschen sind oder ein starker Publikumsverkehr herrscht, tritt der Norovirus übrigens vergleichsweise häufig auf.

Norovirus: Ansteckung und Hygiene

Noroviren sind hartnäckig und können sich auf allerlei Oberflächen stundenlang halten und den nächsten bei Kontakt anstecken. Die Klobrille, Waschbecken und Wasserhähne, Türgriffe und Geländer sind dann gerne die Träger, die den Virus verbreiten. Auch über Trinkgläser, Salate und Obst wird der Norovirus übertragen und natürlich über Körperkontakt wie das Händeschütteln. Hygiene ist die wichtigste Maßnahme, um sich vor dem Norovirus zu schützen.

Und auch wer den Norovirus hat, sollte auf besondere Hygiene achten. Regelmäßiges Händewaschen dient der Prophylaxe wie der Erschwerung der Weitergabe. Zudem sollten  mit feuchten Einmaltüchern gereinigt werden. Auch ein eigenes Handtuch ist ratsam, erst Recht wenn der Betroffene sich die Wohnräume mit anderen teilt.

Durch die Luft wird der Norovirus nur dann verbreitet, wenn sich zuvor ein Erkrankter gerade erbrochen hat. Manche Internetseiten raten zu speziellen Desinfektionsmitteln wie sie etwa in Krankenhäusern verwendet werden. Angeblich besitzen in Japan besonders viele Menschen ein Desinfektionsspray. Und dort steigen die Zahlen der Erkrankungen allerdings auch. Viele stecken sich hier laut Japan Times derzeit in Gemeinschaftsverpflegungen, Kindergärten, Hotels, durch industriell gefertigte Lebensmittel oder Fischereiprodukte an.

Da Noroviren auch noch bei 60 Grad überleben können, sollten zumindest die Bettwäsche und Handtücher so heiß wie möglich nach Abklingen der Symptome gewaschen werden. Die Textilien in den Trockner zu geben, ist eine weitere Vorsichtsmaßnahme.

Und natürlich ist Voraussetzung, dass Erkrankte zuhause bleiben. Mindestens zwei Tage nach Abklingen der Symptome. Ausscheiden soll man den Norovirus noch bis zu 14 Tage.

Norovirus: Inkubationszeit & Dauer

Die Inkubationszeit einer Norovirus-Infektion ist meist kurz. Bereits wenige Stunden, maximal ein, zwei Tage nach der Infizierung treten schlagartig die sehr lästigen Beschwerden auf.

Wer Glück hat und fit ist, kann sich nach einem Tag bereits von vermehrten Toilettengängen verabschieden. Ansonsten hat man zwei bis drei Tage die lästigen Symptome.

Trotz der kurzen Dauer einer Norovirus-Erkrankung kann diese einen Organismus ganz schön schlauchen. Mit folgenden Tipps werden Verlauf und Folgen idealer Weise etwas gemildert.

Essen und Trinken bei Novovirus

Auch wenn es schwer fällt, viel trinken ist bei der Erkrankung mit dem Norovirus sehr wichtig, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Mineralwasser ohne Kohlensäure, Kräutertees – wenn gesüßt, dann mit Honig –  und leichte Brühen sind gut für die Flüssigkeitszufuhr.

Auch auf das Essen sollte nicht verzichtet werden, eher leicht und mit wenig Fett ist dann die ideale Nahrung.

Hausmittel, die Durchfall lindern können & Ausgleichsmaßnahmen

Kräutertees wie Fenchel, Kamille und ein Aufguss mit Brombeerblättern sind hier besonders gut geeignet. Ein typisches Hausmittel, um den Durchfall zu lindern ist fein geriebener Apfel. Auch geriebene Karotten lindern die Symptome. Über den Tag verteilt immer wieder etwas Apfel oder Karotte essen ist daher hilfreich.

Zudem sollen getrocknete Heidelbeeren die Durchfallbeschwerden mildern. Noch während der Erkrankung und nach dem Abklingen der Beschwerden ist die Einnahme von Heilerde eine gute Maßnahme, den gestressten Darm zu beruhigen und wieder zu sanieren.

Dauert die Norovirus-Erkrankung länger an oder schlaucht sie besonders, dann ist es ratsam, Elektrolyte aus der Apotheke einzunehmen. Dagegen, so schreibt Netdoktor, reichen die Hausmittel gegen Durchfall, Cola und Salzstangen nicht aus. Das Ganze hätte zu viel Zucker und es würde das wichtige Kalium fehlen.

Dagegen soll folgendes, selbstgemachtes Stärkungsgetränk helfen: 1 L stilles Wasser, ½ – 1 L Orangensaft (am besten frisch gepresst), 4 EL Traubenzucker und 1 EL Salz. Vor allem frisch gepresster Orangensaft enthält das benötigte Kalium, Salz liefert Natrium.

Die Tipps und Hausmittel bei Durchfall und einer Norovirus-Erkrankung ersetzen allerdings nie den Gang zum Arzt, sollten die Symptome nicht nach der genannten Dauer verschwinden oder hat man Fieber oder Schüttelfrost hat und andere ernstzunehmende Beschwerden. Sind Kleinkinder und geschwächte oder ältere Menschen von einer Norovirus-Erkrankung betroffen, sollte immer ein Arzt konsultieret werden.

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