Pflegeleichter Vorgarten im Alter, eine Geschichte vom verschenkten Glück

Pflegeleichter Vorgarten im Alter: Warum wir keinen Schottergarten anlegen sollten. Bild: Echinacea mit Kaisermantel.

Der Anblick von Blumen macht nachgewiesenermaßen glücklich und der eines schönen Schmetterlings die meisten Menschen sicher auch. Leider wird es im Alter schwerer und schwerer, seinen Garten und den für Senioren so wichtigen Vorgarten zu pflegen. Eine beliebte Entscheidung: Steine in den Vorgarten zu schütten. Warum das aber gar nicht so sinnvoll ist und auch nicht pflegeleicht. Ein Überblick.

Nicht nur, aber gerade wenn man älter wird, träumen viele Menschen von einem Garten, der wenig Arbeit macht. Im Fokus steht hier immer öfter ein pflegeleichter Vorgarten, der vielen Senioren am Herzen liegt, denn schließlich soll alles schön ordentlich aussehen. Und im Alter wenig Arbeit machen. Immer öfter ist hier zu beobachten, dass nicht nur junge Menschen, sondern auch und gerade Senioren, anstatt einem schönen grünen Vorgarten einen Schottergarten anlegen, denn schließlich soll das pflegeleicht sein. Warum das nicht so ist, man nicht nur jede Menge Glück verschenkt, sowie Tipps für einen wirklich pflegeleichten Vorgarten.

Der Vorgarten: In die Jahre gekommen und zu pflegeintensiv

Die Jahrzehnte alten Rosen am Zaun oder der Hauswand sehen nicht mehr wirklich schön aus, gleiches gilt für den Lavendel, der schon seit Jahren verholzt ist. Zudem blühen die einst gesteckten Tulpen schon lange nicht mehr und der Rasen in der Mitte des Vorgartens ist einfach zu pflegeintensiv. Nicht erst seit dem vergangenen Jahrhundertsommer.

Auch die stets jahreszeitlich bepflanzten Töpfe und Kübel machen schon lange viel zu viel Arbeit und die einstige Leidenschaft von Oma, schöne Sommerblüher vorzuziehen und damit den Vorgarten in ein Blütenmeer zu verwandeln, gelingt ihr mit den steifen Fingern einfach nicht mehr. Zudem ist das tägliche Bewässern mit der guten alten Gießkanne schon längst eine viel zu große Last.

Doch, der Garten soll dennoch gut und gepflegt aussehen, denn gerade der Vorgarten ist insbesondere für Senioren die Visitenkarte des Hauses. Die moderne Lösung für das Problem: Ein vermeintlich pflegeleichter Vorgarten aus Kies oder Schotter. Auch wenn so mancher Gärtner – und solche, die es gerne wären – diese heute vielfach zu sehende Vorgartenlösung empfiehlt oder die Enkelin mit dem frisch errichteten Haus im Neubaugebiet hat schließlich auch einen und ist zufrieden. Leider ist das Endergebnis alles andere als pflegeleicht. Und birgt zahlreiche Nachteile.

Pflegeleichter Vorgarten: Der steinige Trend

Viele (Vor-)Gartenbesitzer schätzen es heute pflegeleicht. Und der größte Trend der letzten Jahre ist hier ein Schottergarten, der allenfalls in homöopathischen Dosen mit pflegeleichten Bäumchen oder immergrünen Formschnittgehölzen bepflanzt ist. Junge Menschen wählen diese Form der Grundstücksgestaltung, weil sie das Gärtnern vielleicht nie für sich entdeckt haben, die Arbeit im Grünen gar als lästig empfinden oder denken, in Arbeit und Familie zu stark eingebunden zu sein.

Aber auch immer mehr ältere und alte Menschen entscheiden sich für die Anlage einer leblosen Steinwüste, um die im Alter oft als schwer empfundene Gartenarbeit zu erleichtern. Gleich wo in Deutschland, den Trend zu Schotter- und Kiesschüttungen – „Garten“ kann und darf man das nicht nennen, weil Pflanzen ihre Hauptrolle verloren haben – vor dem Haus nehmen zu.

In Neubaugebieten unterscheiden sich die neu angelegten Vorgärten immer öfter allenfalls in der Schattierung der aufgeschütteten Steine und in etablierten Wohngebieten weichen bienenumschwirrte Stauden, duftende Rosen und Buchshecken immer öfter Schotter und Kies. Alles Alte kommt heraus, es wird Erdreich abgetragen, ein langlebiges Vlies ist die vor Wildwuchs vermeintlich schützende Unterlage und dann kommen Steine darauf. Leidglich ein paar immergrüne Pflänzchen ragen wie ein Mahnmal für die Natur aus diesen Steinwüsten heraus. Der vermeintlich pflegeleichte Garten ist fertig. Möglichkeiten, ein Stück Natur vor der Haustür im Neubaugebiet zu schaffen wurden vertan oder ein über Jahrzehnte liebevoll gepflegter Vorgarten ging unwiederbringbar verloren.

Schotter & Kies nicht pflegeleicht

Ein Schottergarten ist nicht pflegeleicht. Herbstlaub bleibt darauf liegen und trotz Unkrautvlies wachsen hierauf Wildkräuter.

Beispielhaft. Ein Schottergarten ist nicht pflegeleicht. Herbstlaub bleibt darauf liegen und trotz Unkrautvlies wachsen hierauf Wildkräuter.

 

Spätestens im Herbst ist es mit der Pflegeleichtigkeit vorbei. Dann, wenn sicher aus den begrünten Gärten der Nachbarschaft oder den Bäumen, die den Straßenrand säumen, Laub auf die Steinwüste geweht wird. Was früher in den Beeten oder auf dem kleinen Rasenstück mit dem Rechen zusammengeschoben wurde, kann man nun mühselig Blatt für Blatt auflesen oder es wird gar mit dem laut scheppernden Laubsauger hantiert, da der Anblick auf dem einheitsgrau der Steine als störend empfunden wird.

Wenn sich doch Laubreste zwischen dem Geröll zersetzen, haben Samen von Wildkräutern aus der „unordentlichen“ Nachbarschaft beste Voraussetzungen sich hier frei zu entfalten. Aber selbst ohne Laub passiert dies irgendwann, da das als Unkraut bezeichnete Grün die Unsitte hat, auch unter den kargsten Bedingungen wunderbar zu sprießen. Nach einiger Zeit kommen dann noch Algen, Moose und Flechten hinzu, selbst das härteste Gestein verfärbt sich unter der intensiven Sonneneinstrahlung – der Frust ist vorprogrammiert.

Was für die stolze junge Familie oder die nicht mehr so fitten Senioren als pflegeleicht gedacht war, das entpuppt sich nicht nur als ganz schön langweilig und trist, sondern auch noch als arbeitsintensiv. Doch dem noch nicht genug.

Schlechtes Klima vorprogrammiert

Mal vom Anblick abgesehen, der für nicht wenige Betrachter ein Graus ist, hat der Steinbelag im Vorgarten weitere Nachteile. Wie der Naturschutzbund NABU berichtet, gibt es aufgrund der Flächenversiegelung in den Städten heute schon erheblich höhere Temperaturen als im ländlichen Raum. Stein und Beton nehmen nicht erst seit dem Jahrhundertsommer die Hitze des Tages wie ein Schwamm auf und geben sie über die Nacht ab. Bis zu 10 Grad Temperaturunterschied zwischen Land und Stadt kann dies bewirken.

Nicht viel anders ist der Effekt im Kleinen, wenn also der Vorgarten mit Steinen aufgefüllt wird. Das Mikroklima vor der Haustür heizt sich auf, tagsüber ist es noch viel heißer als mit einem bepflanzten Vorgarten und nachts wird es gar nicht mehr kühl, da die Steine die Wärme speichern.

Gerade ältere Menschen leiden unter hochsommerlichen Temperaturen und der einst schön bepflanzte Garten brachte durch Verdunstung und Beschattung des Bodens wenigstens einen kleinen, aber deutlich spürbaren Abkühlungseffekt. Diesen gibt es mit einem steinreichen Vorgarten so nicht mehr, was sich letztlich negativ auf die Gesundheit der älteren Hausbesitzer auswirken kann.

Genauso verhält es sich mit der Luft. Pflanzen produzieren Sauerstoff und filtern gleichzeitig Schadstoffe aus der Luft. Dieser Effekt funktioniert auch in noch so kleinen Gärten vor und hinter dem Haus. Ein Meer aus Steinen hat diesen, für das menschliche Wohlbefinden sorgenden Effekt, nicht.

Der Preis für einen steinreichen Garten ist hoch

Auch die Kosten, sofern und wie in den meisten Fällen durch eine Firma ausgeführt, sind nicht zu unterschätzen. Das Anbieterportal My Hammer hat aus den Angeboten auf seiner Seite berechnet, dass pro Quadratmeter Steingarten Kosten von 62,30 – 604 Euro pro Quadratmeter anfallen. Dieser Preis ist abhängig von der Materialwahl – große Findlinge können gleich mehrere Tausend Euro kosten – und der Wahl der Pflanzen. Auch besondere, sehr beliebte Formschnittgehölze haben ihren Preis.

Dagegen kosten ein paar pflegeleichte Stauden nur wenige Euro und der Vorgarten erwacht mit vergleichsweise geringen Ausgaben zu neuem Leben. Überhaupt ist mit den richtigen Pflanzen ein Garten recht pflegeleicht. Unter Zuhilfenahme von Gartentechnik und mit ein paar Tricks ist er sogar im hohen Alter durchaus noch alleine oder mit dem Partner zu pflegen, auch wenn ab und an etwas Hilfe vom Enkel oder dem Schwiegersohn nötig ist.

Negativ für die Artenvielfalt

Schottergarten nicht pflegeleicht und auch nicht gut für Artenvielfalt. Bild: Duftnessel mit Biene

Dass die Artenvielfalt bedroht ist, weiß mittlerweile wohl jeder. Ein Schottergarten ist hier nicht hilfreich. EIn üppig mit Nektar- und Pollenspendern bepflanzter (Vor-)GArten indes schon.

Gerade ältere Menschen wissen das Summen der Bienen, das Tanzen der Schmetterlinge und das Zwitschern der Vögel zu schätzen. Wird der Vorgarten der Blumenpracht beraubt, und vielleicht sogar noch jener hinter dem Haus, dann schwindet ein wichtiger Lebensraum für Insekten und viele anderen, gerne willkommenen Gartenbewohner.

Der blühende Garten macht glücklich

Nicht nur in Zeiten der schwindenden Artenvielfalt, sondern auch aufgrund positiver psychologischer Effekte ist ein üppig blühender Garten im Alter empfehlenswert. Einer großangelegten US-Studie zufolge ist die Berufsgruppe der Gärtner und Floristen die glücklichste. Sie fühlen sich besonders Wohl in ihrem Arbeitsumfeld und haben Freude daran, etwas Sinnvolles und Lohnendes zu arbeiten.

Nicht viel anders ist es, wenn man als Hobby gärtnert. Mehr noch, es ist erwiesen, dass Blumen glücklich machen. In einer neurowissenschaftlichen Studie wurde belegt, dass die Lieblingsblumen das Glücksgefühl um 200 % steigern. Bereits Bilder von Blumen lassen die Stimmung 20 Mal positiver werden, bei echten Blumen ist es laut Forschern signifikant höher.

Es ist auch erwiesen warum das so ist. Mitverantwortlich für das Glücklichsein beim Anblick von Blumen ist die Ausschüttung von Dopamin und Serotonin, Hormone, die uns glücklich machen. Dieser Umstand ist Forschern zufolge evolutionsbedingt. So stünden die Blumen für die schöne und damit erntereiche Jahreszeit, in der sich der Mensch nach einem langen und oft von Lebensmittelknappheit geprägten Winter endlich wieder sehr gut mit Nahrungsmitteln versorgen konnte.

Garten: Positiv in Demenztherapie

Laut der Universität von New Brunswick erhöhen Blumen zudem die Gedächtnisleistung bei Senioren. Diesen Umstand macht man sich in Altenheimen und insbesondere in der Betreuung von Demenzpatienten zunutze. So wie beispielsweise die Seniorenresidenz Neustift in Passau, die ihren weitläufigen Garten aktiv für die Betreuung dementer Heimbewohner nutzt. Dieser ruft Kindheitserinnerungen wach, etwa durch Margeriten, Fingerhut und anderen, jahreszeitlich typischen Pflanzen, die man aus der Zeit des Heranwachsens noch im Gedächtnis hat. Auch die Gartenarbeit selbst kann Erinnerungen an die Kindheit ins Gedächtnis zu rufen. Diese Form der sogenannten Biografiearbeit betreiben solche Einrichtungen mit großem Erfolg, denn die dementen Patienten sind deutlich glücklicher und zufriedener.

Nur reine Theorie, aber vielleicht wäre Deutschland im World Happiness Report 2018 nicht erst auf Platz 15 zu finden – die glücklichsten Menschen leben in Finnland, Norwegen und  Dänemark –, hätte das Land wieder mehr Grün unmittelbar vor der Haustür.

Jedenfalls, bleiben den Senioren die Blumen im Vorgarten, dann sind sie sicher glücklicher. Und wer glücklich ist, ist nachgewiesenermaßen auch gesünder.  Dass Mann und Frau auch im fortgeschrittenen Alter eine Aufgabe haben und sich auch noch regelmäßig bewegen, ist der Gesundheit ebenfalls zuträglich.

Des Glückes beraubt?

Berauben wir uns also des Glücks und ein Stück weit auch der Gesundheit mit einem Schotterberg vor der Haustür? Wenn man mit älteren Menschen spricht, die einen üppig blühenden Garten auch im hohen Alter besitzen und das Strahlen von Senioren im Altenheim bei der Gartenarbeit schon live gesehen hat… Es ist naheliegend. Auch der Umstand, dass jüngere Menschen mit einem Blüh- anstatt Schotter-Vor-Garten, vielleicht (noch) glücklicher wären.

Es besagt übrigens eine Statistik, dass Depressionen im Alter das zweithäufigste Krankheitssymptom neben Demenz ist. Während unter jüngeren Menschen in Deutschland 5 % an Depressionen leiden, sind es jenseits der 65 20 %. Bei Altersheiminsassen sind es sogar 30 – 40 %. Oft wird dies von Hausärzten nicht einmal diagnostiziert. Eine Aufgabe mit der altersgerechten Pflege eines schönen (Vor-)Garten zu haben und der Genuss einer Blütenpracht kann hier sicher helfen, wie der therapeutische Ansatz des Einsatzes der Gartenarbeit nahelegt.

Pflegeleichter Vorgarten: Auch im Alter an schöner Anlage erfreuen

Empfehlenswert für einen pflegeleichten Vorgarten ist, anstatt ihn in eine karge Mondlandschaft zu verwandeln, lieber sehr üppig zu bepflanzen, mit der sogenannten Dichtpflanzung von Stauden. Hierbei werden acht bis zehn mehrjährige Pflanzen auf einen Quadratmeter gesetzt. Diese alsbald lückenlose Bepflanzungsmethode empfiehlt beispielsweise das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz (DLR), wird aber auch im Redaktionsgarten erfolgreich praktiziert und hat gleich mehrere Vorteile:

  • Von Anfang an eine tolle, dichte Blütenpracht,
  • weniger gießen (ab dem 2. Jahr und wenn eingewachsen), denn durch die Beschattung des Bodens verdunstet weniger Feuchtigkeit im Erdreich,
  • praktisch kein Wildwuchs von (Un)Kräutern, da ihnen Licht und Fläche fehlen, damit nach dem Einwachsen der Pflanzen praktisch kein jäten,
  • idealerweise ein großes Angebot für Nektarsucher, ein willkommener Lebensraum für andere Insekten und weitere Gartenbesucher, die für ein gesundes Gleichgewicht – Stichwort beispielsweise „Blattläuse“ – im Vorgarten sorgen,
  • maximal 1 – 2 x im Jahr zurückschneiden.

Pflegeleichter Vorgarten dank der richtigen Pflanzen

Pflegeleichter und alterngerechter Garten. Hier: Üppiger Blütenflor und ein Hochbeet.

Ein pflegeleichter Vorgarten erstrahlt in üppigem Blütenflor. Alternativ, hier oder hinter dem Haus, machen Hochbeete Senioren den Gemüseanbau leichter.

Um einen Garten pflegeleicht zu gestalten, sind robuste Pflanzen nötig, die nicht sonderlich viel Pflege benötigen, idealer Weise auch noch Insekten Nahrung bieten. Hier gibt es unter den mehrjährigen Stauden einige, die, gerade wenn ein Jahr eingewachsen, kaum Aufmerksamkeit fordern. Allenfalls ein Rückschnitt an einem warmen Frühlingstag ist hier meist die einzige Aufgabe. Diesen Zeitpunkt wählt man, da Insekten und Vögel an den Pflanzen oft Nahrung und Schutz über die kalte Jahreszeit finden. Zudem ist das Zurückschneiden im Alter in der warmen Frühlingssonne angenehmer, als an einem rauen Herbsttag, an dem Senioren sonst üblicherweise ihren Garten „aufräumen“.

Zu der Vielzahl pflegeleichter Stauden zählen Fetthenne, Echinacea, Hohes Eisenkraut, Herbstanemonen, Storchschnabel, frühblühende Akelei oder Tränendes Herz – beide sind prima zwischen anderen Stauden unterzubringen, da sie sich später teilweise oder ganz (das Tränende Herz) zurückziehen – Blutweiderich und viele weitere, die wenig Arbeit machen und, nebenbei, sehr gut für Nektarsammler geeignet sind. Eine Gärtnerei berät hier immer gerne und besorgt auf Wunsch  die Pflanzen.

Schön als Ergänzung: Gräser und heimische Sträucher, die ebenfalls praktisch keine Arbeit machen. Tipp: Lieber weniger Staudensorten, dafür mehr von einer Pflanze verwenden, dann sieht ein  pflegeleichter Vorgarten schnell richtig gut und harmonisch aus.

Technik & Hilfsmittel im pflegeleichten Vorgarten

Nicht erst im Alter kann das Gießkannentragen lästig und beschwerlich sein. Besser ist es, sich einen Schlauch zuzulegen. Fehlt ein geeigneter Wasseranschluss, dann ist es eine Überlegung wert, sich nachträglich einen für den Vorgarten legen zu lassen.

Praktisch von alleine gießt sich der Garten mit einer Steuerung am Wasserhahn und Tropf- oder Bewässerungsschläuchen, die man im Garten verlegt. Das breite Sortiment reicht hier von einfachen, mechanischen Modell bis zum individuell programmierbaren Bewässerungscomputer, der optional per Handy von der ganzen Welt aus gesteuert werden kann.

Gartenknie- und Sitzbänke sind bei Rücken oder Knieproblemen eine ebenso hilfreiches Hilfsmittel wie ergonomische Gartengeräte, die speziell für Senioren und ermüdungsfreies Arbeiten entwickelt wurden. Hilfreich ist zudem ein Teleskopunkrautstecher für den Fall der Fälle. Apropos sitzen. Am besten stellen sich die Senioren eine Bank in den Vorgarten, um sich ab und an von der Arbeit zu erholen und um den schönen Anblick zu genießen.

Schließlich, hantiert man mit Wasserfässern, dann muss man auch nicht unbedingt mit der Gießkanne wässern, denn Tauchpumpen – ebenfalls mit Schlauchanschluss – erledigen diesen Job wunderbar.

Wenn doch mit der Gießkanne oder der Schlauch gegossen wird, dann besser alle paar Tage richtig gut wässern, als jeden Tag jeder Pflanze einen „Schluck“ zu geben.  Das erspart Arbeit und bekommt den Pflanzen besser, spätestens, wenn sie nach einem Jahr gut und tief eingewurzelt sind.

Ein pflegeleichter Vorgarten, der üppig blüht und Auge wie Seele erfreut – gar nicht so schwer und auch lange im Alter sehr lange zu bewältigen. Und eine echte Alternative zu tristem Schotter und Geröll vor der Haustür.

Übrigens: Die Technik, die Hilfsmittel und vor allem die Bepflanzungsform können selbstredend nicht nur für den pflegeleichten Vorgarten, sondern auch hinter dem Haus angewendet werden. Das eine oder andere Hochbeet für Omas Kräuter, Suppengemüse und Salate helfen hier auch noch, um Komfort und Glücksgefühl zu steigern.

Text & Bilder: © Jürgen Rösemeier-Buhmann

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