Effektiver Schutz vor Zecken und Stechmücken für Mensch, Hund & Katze

Effektiver Schutz vor Zecken und Stechmücken für Mensch, Hund & Katze

Stechmücken sind lästig und Zecken können unter Umständen schwerwiegende Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen. Was schützt vor Stichen und Bisse dieser Lästlinge? Foto: © mycteria – Fotolia.com

Milder Winter, feucht-warmer Sommer – Zecken und Steckmücken finden über einen langen Zeitraum des Jahres ideale Bedingungen und blasen zum Angriff auf Zwei- und Vierbeiner. Während Mückenstiche meist nur lästig für den Menschen sind, können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen. Auf Menschen wie unseren vierbeinigen Genossen. Was hilft gegen Zecken, was schützt vor Insektenstichen. Von chemischen bis natürlichen Schutzmitteln für Mensch, Hund und Katze.

Ab dem Frühjahr gibt es Zecken, im Sommer gesellen sich dann auch noch lästige Stechmücken zum Sortiment der Plagegeister. Zwar hat alles Leben in der Natur irgendeinen Sinn, spätestens jedoch bei den diversen Stechmücken und vor allem bei Zecken kann man so gar keine sinnvolle Funktion finden. Sie sind einfach nur lästig und im Fall der Zecken auch nicht ungefährlich. Was gegen die Lästlinge hilft.

Schutz für Hund und Katze

Beim Zeckenschutz für Hunde und Katzen kann man grundsätzlich zwischen chemischen und natürlichen Zeckenschutz-Mitteln unterscheiden. Bei den chemischen unterscheidet man wiederum unter den frei verkäuflichen Produkten, etwa aus dem Heimtierbedarf, und jenen, die der Tierarzt „verschreibt“, also nicht frei verkäufliche Insektenschutzmittel. Letztere Zeckenmittel für Hund und Katze sind in ihrer Wirkstoffkombination stärker, sollen daher auch besser vor Zecken schützen. Häufig sind die Zeckenschutzmittel Kombipräparate, die alle 4 Wochen in etwa – beim Floh- und Zeckenhalsband für den Hund hält die Wirkung bis zu 6 Monaten an – verabreicht werden müssen und nicht nur vor Zecken, sondern auch Flöhen oder diversen Würmern schützen.

Ein Klassiker für Hunde und Katzen als Schutz vor Zecken ist Frontline. Doch zumindest bei Katzen scheinen Zecken eine Resistenz gegen das Mittel gebildet zu haben, denn viele Katzenbesitzer, die Frontline benutzen, klagen trotzdem über Zecken, die sie den Vierbeinern entfernen müssen. Als Alternative gibt es das neuere Produkt Broadline, welches im Praxistest wesentlich besser vor Zecken – neben Flöhen und Würmern – schützt.

Hunde, die mit Frontline behandelt sind, werden wohl zumindest vermehrt von Stechmücken attackiert. Ein Problem, das Katzenbesitzer selten bis gar nicht haben. In verschiedenen Tierforen liest man hier, dass die Scalibor-Protektorbänder für Hunde sehr effektiv sind.

Diese Mittel, um Haustiere vor Zecken und anderen Parasiten zu schützen, das darf man nicht vergessen, sind Insektizide oder Pestizide. Diese können der Umwelt schaden, was ein Grund dafür ist, dass Hunde, die einen Insekten- und Zeckenschutz erhalten, nicht in Gewässern schwimmen dürfen. Fische in Gewässern reagieren auf noch so kleine Konzentrationen dieser Mittel empfindlich. Ein Umstand, den viele Hundebesitzer vergessen.

Natürlicher Insekten- und Zeckenschutz für Hund und Katze

Die Tatsache, dass diese Mittel in den Medikamenten enthalten sind, führt oft zu Diskussionen und intensivem Meinungsaustausch unter Tierbesitzern. Viele setzen daher auf natürliche Mittel zum Insekten- und Zeckenschutz. Gerade bei Hundebesitzern ist Kokosöl beliebt. Kokosöl soll zur Abwehr von Stechmücken und Zecken anfangs täglich, dann 2 x die Woche bei Hunden und Katzen in die Ohren einmassiert werden, unter Umständen auch in das Genick und den Rutenansatz beim Hund, wird die Ohrmassage nicht akzeptiert. Die Wirksamkeit sei, so ein Bio-Kokosölhersteller, jedenfalls gegeben und basiere auf dem hohen Gehalt an Laurinsäure. Als Katzenbesitzer kann ich mir allerdings nur schwer vorstellen, dass eine Katze solch eine Prozedur über sich ergehen lässt. Auf Anfrage bei unserer Tierärztin, durchaus offen für „alternative“ Methoden, hieß es: Sie hat bereits zahlreiche Hunde von unzähligen Zecken befreit, die mit Kokosöl behandelt wurden.

Weitere Mittel in Sachen natürlicher Zeckenschutz enthalten Duftöle wie Lavendelöl, Geranienöl, Neemöl oder Teebaumöl. Auch hier sind Fachleute wie Anwender eher kritisch. Ein beliebtes Produkt aus dieser Kategorie, welches für Hunde, Katzen, Pferde und Menschen gleichermaßen verträglich ist, ist Zedan SP Insektenschutz. Liest man auf Amazon die Erfahrungen von Anwendern, dann ist wohl eine ein- bis zweistündige Abwehr von Zecken und Stechmücken gegeben. Länger nicht.

Ein weiterer natürlicher Insektenschutz, der ursprünglich für Pferde eingesetzt wird, soll laut Hersteller auch für Hunde und Katzen geeignet sein. Zedan Insektenschutz SP heißt das Produkt, welches gleichzeitig für den Menschen geeignet ist. Nachteil: Der Schutz dauere nur wenige Stunden an. Unpraktikabel für Mutz, die noch dazu auf sehr viele ätherische Öle allergisch reagiert (daher raten Fahcleute auf die Behandlung von Katzen mit solchen Mitteln zu verzichten). Für Waldi und sein Herrchen direkt vor dem Gassigehen vielleicht noch sinnvoll.

Eins darf man bei den Fragen rund um Wirksamkeit von chemischen vs. natürlichen Zeckenmitteln für Hund und Katze nicht vergessen: Kommt es aufgrund eines nicht ausreichenden Schutz gegen diverse Krankheitserreger zur Erkrankung, dann können die Krankheitsfolgen weitreichend sein. Und der dann folgende Einsatz von Medikamenten/Chemikalien ist ungleich größer. Und Achtung: Katzen und Hunde vertragen die genannten und andere Substanzen unterschiedlich. Manche Naturalternative ist für Katzen sogar giftig! Hier auf Herstellerangaben achten und im Zweifelsfall besser sein lassen.

Insekten und Zecken: Schutz für den Mensch

Genannte Duftöle, also Neemöl, Teebaumöl, Lavendelöl, Geranienöl und Kokosöl sowie Citronellaöl sind oft Bestandteile von Insektenschutzprodukten, können aber auch einzeln, pur oder verdünnt als natürlicher Schutz vor Stechinsekten und Zecken verwendet werden. In zahlreichen Facebookgruppen schwören Anwender auch auf die Abwehr von Zecken, gerade dank Kokosöl. Tipp, wenn man diese Öle zur Insektenabwehr für sich nutzen möchte: In Bioqualität und kosmetikgeeignet sollten sie unbedingt sein. Auch: An einer Hautstelle für einige Stunden testen, denn beispielsweise Geranienöl kann Allergische Reaktionen auf der Haut auslösen.

Wirksam soll auch Nelkenöl – sehr intensiv im Geruch – sein. Handgelenke und Knöchel damit betupfen, in eine Bodylotion zum Auftrag gemischt oder ein Tuch auf dem Terrassentisch damit benetzt würde zumindest Stechmücken abhalten. Und apropos „Duft“: Zitronengras und Duftgeranien sollen schließlich auch abendliche Stechmückenattacken verhindern. Diese Pflanzen auf der Fensterbank, Terrasse oder Balkon platziert, verringert die Attacken der lästigen Mückenstiche.

Alternativ gibt es mehr oder minder natürliche Abwehrsprays, die wirken. In der Apotheke erhältlich sind zwei Abwehrsprays von Soventol, eines gegen Insektenstiche, eines gegen Zecken, die etwa sechs Stunden Schutz auf Basis von natürlichen Wirkstoffen vor den Plagegeistern bieten sollen. Zudem gibt es das genannte Zedan Insektenschutz SP, das wirklich effektiv sein soll. Aber eben nicht über längere Zeit.

Aber, gleich, ob Hund, Katze oder Mensch: Bei scheinbar harmlosen, natürlichen Stoffen wie die Öle sollte man immer erst einen vorherigen Test machen. Beim Mensch mal auf der Unterarminnenseite. Denn, Natur hin oder her, auch auf diese Produkte, gerade die Duftstoffe, kann man durchaus allergisch reagieren. Dies kritisiert auch Ökotest, in diesem Fall bei Duftstoffen in Kosmetik.

Und noch ein Tipp für alle Teichbesitzer und Regenwassertonnen-Nutzer: Ein Tropfen Geschirrspülmittel ins Wasser gegeben nimmt diesem die Oberflächenspannung. Gern hier angesiedelte Stechmückenlarven können sich dadurch nicht mehr an der Oberfläche halten und ertrinken.

 

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